Eine neue Währung für die Online-Werbung?
Mittwoch, 08.07.2009Die werberelevante Reichweite von kommerziellen Publikumsangeboten im Internet wird bislang von der IVW im Wesentlichen in Form von Page Impressions (PI) gemessen. Diese werden zwar auch weiterhin eine Rolle spielen, “allerdings sehen alle Marktpartner die Notwendigkeit, diese Messgröße den aktuellen Entwicklungen und Marktanforderungen im Hinblick auf Technik, Inhalte und Nutzerverhalten anzupassen”, so ein IVW-Sprecher.
Doch wie lässt sich die Werberelevanz im Netz am besten messen?
Dazu IVW-Geschäftsführer Manfred Parteina im Interview mit Börsenblatt.net:
Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn Online-Werbeträger sind in der Zusammensetzung ihres Themenspektrums oft sehr komplex. Deshalb ist es wichtig, aufzeigen zu können, wie sich die Nutzung in ihrer Intensität auf die einzelnen Bestandteile eines Angebotes verteilt. Das leistet die IVW mit den von ihr geprüften Online-Nutzungsdaten. Zugleich spielt aber auch die Anzahl der Mitbewerber eine Rolle, die Seiten mit ähnlichen Inhalten anbieten und die von den Werbungtreibenden und Agenturen zu bewerten sind. Darüber hinaus sind auch soziodemografische Daten der Nutzer unverzichtbar, die von der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) erhoben werden.
Das Aufblähen von Portalen mit Extras wie Bildergalerien, Online-Spielen, “Die 100 besten…” – Sammlungen dürfte sich also für die Anbieter bald nicht mehr so auszahlen wie bisher. Eher geht es in Zukunft darum, wie ein Besucher überhaupt auf eine Seite findet. Und wie lange er dort bleibt. Denn auch die Verweildauer soll bei der Messung in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Das kommt auch der Qualität der Onlineangebote zugute, die dann auf die endlosen Klick-Schindereien verzichten können.
Gut für’s Netz.
Links zum Thema: IVW, FTD, Spiegel


















