Web 2.0 am Break-Even-Point

Donnerstag, 22.10.2009

Trotz eines recht schwachen Jahres 2009 für die Online-Werbung, geht es in Sachen Gewinn langsam bergauf für die sozialen Netzwerke.

 

Erstmalig nach 5 Jahren seit der Gründung konnte beispielsweise der Netzwerk-Riese Facebook schwarze Zahlen schreiben, laut Gründer und Vorstandsmitglied Mark Zuckerberg. Was eigentlich für das Jahr 2010 geplant war ist nun schon im 2.Quartal dieses Jahres Wirklichkeit geworden. Das volle Potential sei aber noch längst nicht ausgeschöpft denn die Nutzerzahl wachse schnell und die Werbung in den Netzwerken noch schneller, so Europachef Blake Chandlee.

 

Ähnlich positiv geht es auch bei der deutschen VZ-Gruppe zu, zu welcher die Portale MeinVZ, StudiVZ und SchülerVZ gehören. Die Unternehmensgruppe ließ verlauten, man werde in den nächsten Monaten Gewinne erzielen. Innovationen wie Open Social und die VZwerbefabrik werden diese Entwicklung fördern.

 

Ein Zweig, welcher mit besonders hohen Zuwachsraten gesegnet ist, ist die Videowerbung. Der Trend geht zum bewegten Bild und ein Wachstum von 264 Prozent verhilft Video-Hoster YouTube zum großen Sprung. Henrique de Castro, mit der Vermarktung von YouTube bei Google betraut, sagte dazu:“ Unser Geschäft hebt jetzt ab.“

 

Ein Hauptgrund für die steigenden Werbe-Erfolge im Web 2.0 sei, laut der Financial Times, die enorm große und ständig steigende Popularität der sozialen Netzwerke. Mehr als 80 Prozent der 100 größten amerikanischen Unternehmen werben mittlerweile auf Facebook und auch in Großbritannien ist der Anteil der Web 2.0-Werbenden ähnlich hoch. Ein deutliches Wachstums-Plus ist auch unter den Nutzern zu erkennen. Dem Markforschungsinstitut Nielsen zufolge stieg die Nutzungszeit für Communities auf 17 Prozent des gesamten Internet-Nutzungsvolumens und verdreifachte sich somit.

 

Was Werbetreibende so an der Vermarktung über Communities begeistert, sei der direkte Kontakt zum Kunden und zur entsprechenden Zielgruppe. Marktforscher Emarketer fand heraus, dass 3 von 4 Werbern Ihre Social Network-Ausgaben erhöhen wollen.

 

Zwitscher-König Twitter ist noch nicht soweit wie seine Community-Kollegen aber es wird fleißig daran gearbeitet in nächster Zeit ebenfalls den Break-Even-Point zu knacken. Und die Prognosen stehen gut: Laut dem Marktforschungsinstitut Interpret schreiben gut ein viertel der Twitter-Nutzer über Unternehmen und Produkte. Zudem wurde auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco diese Woche schon lauter über die Möglichkeiten von Tweetsense und Tweetwords (Werbung à la Google Adsense bzw. Adwords) nachgedacht.

 

(Quellen: textberater.com, absatzwirtschaft.de, faz-community.faz.net)

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