Die erfolgreiche Internetpräsenz (Teil 3/6)
Montag, 02.05.2011Willkommen zum dritten Teil unserer Blogreihe „Erfolgreiche Internetpräsenzen“.
Wie bereits angekündigt, wollen wir uns heute mit dem Teil der Internetpräsenz auseinandersetzen, der wohl das meiste Herzblut kostet – besonders in der Erstellungsphase:
Der Aufbau und das Design – Hier gilt es zunächst für sich zu entscheiden, welchen Weg Sie mit Ihrer neuen Homepage einschlagen wollen. Ganz klassisch? Oder möchten Sie sich lieber abseits der gewohnten Pfade bewegen und streben einen ungewöhnlichen Webseiten-Aufbau an?
TEIL 3: Der Webseiten Aufbau: Klassisch oder lieber modern?
In unserem Agentur-Alltag kommt es oft vor, dass wir in Vorgesprächen zu Homepageprojekten hören „Wir möchten nichts Gewöhnliches – lassen Sie uns bitte alles anders machen“.
Machen wir natürlich gerne. Ein ungewöhnlicher Webseitenaufbau macht nicht nur dem Kunden Spaß sondern lässt auch das Herz des Web-Designers höher schlagen, der sich endlich einmal wieder kreativ am Kunden austoben kann. Leider sieht die Praxis oft anders aus und wer seine Kunden gut beraten möchte muss die erste Euphorie manchmal bremsen.
Sicher haben auch Sie schon die eine oder andere Webseite angeschaut. Dabei ließ sich bestimmt feststellen, dass die meisten Seiten in einer ganz bestimmten Art und Weise aufgebaut sind. Genau das ist es, was Sie eventuell als „langweilig“ oder zu „gewöhnlich“ empfinden.
Das Menü links oder horizontal unter einem gestalteten Header. Das Logo schön zentral an immer der gleichen Stelle. Inhalte immer gleich formatiert und eher mittig zu finden, usw….Eben immer das gleiche. Verstehen können wir natürlich die gewisse Frustration und das Gefühl alles anders machen zu wollen.
Das die meisten Seiten an diesem klassischen, “gewöhnlichen” Aufbau festhalten hat jedoch den einen oder anderen guten Grund: Der Internet-User ist ein Gewohnheitstier und orientiert sich auf Webseiten nach immer dem gleichen Muster. Der Blick wandert zumeist von links oben nach rechts unten. Die vorhandenen Elemente werden in dieser Blickreihenfolge erfasst. Das zeigt sich schließlich auch im “Klickverhalten”.
Auf einer sogenannten Heatmap kann man dieses Verhalten gut nachvollziehen.
Zentrale Elemente sollen im Optimalfall bei der Orientierung helfen. So stehen beispielsweise das Logo oder die Navigation zurecht oben links un bilden quasi die Eintrittsregion der Webseite.
Ein sehr ungewöhnlicher Seitenaufbau sorgt dagegen nicht nur für Individualität sondern erschwert dem User auch das rasche Erfassen der Seitenbestandteile, weil die gewohnten und klaren Strukturen fehlen.
Der ersten Eindruck entscheidet, ob der User weiterliest und mit Ihnen Kontakt aufnehmen wird. Für diesen entscheidenden ersten Eindruck haben Sie nicht mehr als 3 Sekunden Zeit. Sie sollten sich gut überlegen, ob Sie diesen wertvollen Erstkontakt mit einem potentiellen Gast oder Kunden durch verspielte Menüführungen oder originelle aber verwirrende Designs verschenken. Nach Ablauf der ersten drei Sekunden haben Sie Ihre Chance vertan.
Moderne, ausgefallene Homepages sind eher etwas für Markenartikler mit einem gewissen Standing, die nicht auf die Kundengewinnung via Internet angewiesen sind. Hier geht es eher um Kundenbindung, daher sind Aufbau-Experimente kein Problem.
Bei kleineren oder Einzelunternehmen empfiehlt es sich jedoch bei allzu gewagten Ideen immer zu prüfen, ob sie wirklich noch benutzerfreundlich sind. In manchen Fällen heißt dies leider manchmal auch, sich von der “ganz anderen Webseite” zu verabschieden.
Doch keine Sorge, aus Erfahrung können wir Ihnen versichern: Auch ein klassischer Webseitenaufbau kann alles andere als altbacken und konventionell wirken.
Hier ist ein passgenaues Konzept gefragt und ein Webdesigner, der sein Handwerk versteht.
Die Entscheidung liegt bei Ihnen.



Wilhelm Okesson


Social Media
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