In aller Munde: Social Media Optimization
Montag, 14.03.2011Viele Unternehmen haben Ihre ersten Schritte im Bereich Social Media Marketing bereits gemacht. Bei vielen folgt jedoch auf den ersten Hype um die vielversprechenden Chancen des Social Media Booms eine Phase der Ernüchterung. Was ist passiert?
In unserem Agentur-Alltag erleben wir es bei (Neu-) Kunden immer wieder, dass Massnahmen in der Online-Kommunikation mit den neuen „sozialen“ Medien zwar mit viel Leidenschaft angegangen werden, aber das Engagement mit ausbleibendem Erfolg in Enttäuschung umschlägt.
Oftmals wird dann wieder zu den „Fähnchen“ zurückgerudert, wie der alte, aber immer noch amüsante Sparkassen-Spot anschaulich zeigt. (Alle, die sich nicht mehr erinnern, können den Spot auf Youtube noch einmal anschauen.)
Wir führen diese „Social Media Verdrossenheit“ auf eine mangelhafte Vorbereitung bei der Planung und Umsetzung der Social Media Maßnahmen zurück. In unserem Artikel vom 07.03.2011 haben wir bereits über 10 wichtige Schritte berichtet, die eine erfolgreiche Social Media Kampagne ausmachen. Oberstes Gebot dabei ist und bleibt die realistische Zieldefinition, das Freistellen von Ressourcen und eine Kenntnis über die eigene Zielgruppe bzw. Zielgruppensegmente.
Wer diese Basics nicht beachtet hat, kann natürlich seinen Erfolg auch nicht messen. Völlig klar, wenn doch die Messlatte (Artikel: Kennz. Zur Messung der Social Media Aktivitäten aus 12/2010) fehlt.
Wenn also nun das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist oder wenn der gewünschte Erfolg nicht so ausfällt wie erhofft, wird neben SEO (Search Engine Optimization) und SEM (Search Engine Marketing) häufig ein weiteres Buzz-Word ins Rennen geworfen: SMO.
SMO steht für die sogenannte Social Media Optimization.

Vielfach wird SEO als Teildisziplin der SMO verstanden. Im Zusammenspiel mit sozialen Medien bedeutet dies, dass eine Webseite, quasi als Homebase für alle weiteren Aktivitäten im Web2.0, natürlich die Möglichkeit der „Einmischung“ für User in Form von Empfehlungen, Kommentaren oder Bookmarks beinhalten sollte.
Eine Social Media optimierte Webseite öffnet Ihren Besuchern alle möglichen Kommunikationskanäle. SEO-Ziele, wie der Aufbau einer größeren Linkpopularität sind hier Ziele, die auf dem Weg zur SMO erreicht werden.
SMO hat die Aufgabe, virale Prozesse ins Rollen zu bringen und diejenigen Meinungsführer zu erreichen, die als positive Fürsprecher des eigenen Angebots agieren und dieses weiterverbreiten.
Dies erfolgt in der Regel durch den Aufbau von sozialen Netzwerken (Twitter, VZ, Facebook) und die gesteuerte und planvolle Interaktion auf diesen Plattformen.
Als ein Urvater der SMO gilt Rohit Bhargava, der in seinen 5 Regeln der Social Media Optimization die wesentlichen Erfolgsfaktoren zusammenfasst:
- Create shareable content
Generieren Sie Inhalte, die begeistern und gerne weiterverbreitet werden. Dazu müssen Sie wissen, welche Vorlieben Ihre Nutzer haben. Je mehr Ihre Inhalte die Benutzer ansprechen, desto schneller verbreiten sie sich in deren Netzwerken. Wichtig: Bilder & Videos sind deutlich viraler als Texte. - Make sharing easy
Erleichtern Sie den Usern das Teilen von Inhalten. Der User sollten die Möglichkeit haben, Inhalte mit nur einem Klick zu teilen, möglichst ohne Aufwand und ohne lange nach zu denken. - Reward engagement
Belohnen Sie das Engagement der User. Diskussionen und Kommentare bringen Bewegung in die sozialen Medien. Sie sollten dieses Engeagement positiv unterstreichen und sich nicht aus dem Dialog zurückziehen. Akzeptieren Sie andere Meinungen. - Proactively share content
Teilen Sie Ihre Inhalte aktiv. Nutzen Sie verschiedene Formate und verschiedene Kanäle. Ein Blogartikel kann z.B. als Präsentation auf Slideshare eingestellt werden, bei verschiedenen Diensten gebookmarked werden und lässt sich gleichzeitig in Facebook posten und als Tweet versenden. - encourage the mashup
Ermutigen Sie die User, selbst Ihren Content einzubinden und zu verbreiten. Stellen Sie dazu Codes oder RSS Feeds für die Einbettung zur Verfügung. Lassen Sie es zu, wenn Ihr Inhalt mit eigenen Inhalten der User vermischt wird.
Wie können Sie sich dem Thema SMO nähern? Unter der Vielzahl von möglichen Massnahmen gilt es, zunächst die für Sie passende Strategie zu entwickeln und zu verfolgen. Dabei ist eines ganz klar: Social Media Optimization erfordert immer viel Kreativität, Geduld und nachhaltiges Engagement.
Wir untersuchen gerne gemeinsam mit unseren Kunden die bislang entwickelten Aktivitäten im Social Web und geben Empfehlungen zur Optimierung der Massnahmen. Sprechen Sie uns an!



Matthias Ellerbrock


schreibt am 14.03.2011:
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