Die Qual der Wahl: Web-Analytic-Tools
Montag, 15.11.2010Die Qual der Wahl: Web-Analytics-Systeme
Wer im Marketing online agiert möchte wissen, was und wen er mit seinen Anstrengungen erreicht. Es gibt zahllose wichtige Daten und Fakten, die Aufschluss über den Erfolg oder Misserfolg von Online-Maßnahmen geben können.
Das Herzstück und die Ausgangsbasis ist dabei in den meisten Fällen die eigene Internetpräsenz, aber auch das Blogsystem oder der Online-Shop.
Nur wer sich Kenntnis verschafft über Bewegungen auf seinen Online-Präsenzen, der kann auch die Weichen stellen für Veränderungen, positive Entwicklungen verstärken und negativen Trends entgegenwirken.
Hierzu bedarf es natürlich des für die eigenen Bedürfnisse passenden Web-Analytics-System. Es tummelt sich auf dem Markt eine riesige Vielfalt an Anbietern mit kostenpflichtigen und frei verfügbaren Angeboten.

Worauf sollte man also bei der Auswahl achten und was sind die Unterschiede? Die wichtige Entscheidung sollte mit Bedacht getroffen werden, da ein erneuter Wechsel praktisch immer einen Datenverlust mit sich bringt. Wir haben Ihnen im Folgenden einige Hinweise zur Entscheidungsfindung zusammengestellt:
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Dashboards
Ihr System sollte eine übersichtliche Zusammenfassung aller wesentlichen Bewegungen Ihrer Website bieten (Dashboard). Im Idealfall bietet das System die Möglichkeit, das eigene Dashboard zu konfigurieren, um auf einen Blick markante Ausschläge zu erkennen und entsprechend schnell reagieren zu können. Einige Systeme ermöglichen auch den automatischen Versand von Tages- oder Wochenreports. Achten Sie auf jeden Fall auf ausreichende Exportmöglichkeiten der Reports.
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Begrifflichkeiten
Eine Einarbeitung in die Begrifflichkeiten der Web-Analyse ist wichtig und bleibt Ihnen nicht erspart. Ihr System kann Ihnen die Einarbeitung aber auch erleichtern indem es anschauliche Erklärungen und Hilfestellungen liefert.
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Systemeigenschaften
Ihr Web-Analytics-System sollte in erster Linie stabil laufen und sich einfach in eigene Systeme integrieren lassen. Den Gedanken, ein eigenes System für sich selbst zu programmieren, sollte man schnell wieder verwerfen: Die Ansprüche an solche System wachsen in jeder Hinsicht zu schnell.
Ein Überlegung wert ist es, ob das System als SaaS oder nur im eigenen Haus genutzt werden soll. Obwohl kostenintensiver, kann letztere Lösung bei sensiblen Daten sinnvoller sein.
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Datenerfassung
Die alten Methoden der Server-Logfile-Analysen reichen heute längst nicht mehr. Deshalb muss hier gründlich darauf geachtet werden, welche Daten erfasst werden. Nicht nur die Klicks sollten gezählt, sondern auch Formular-Absendungen, Downloads und Suchvorgänge sollten getrackt werden. Auch Streams von Multimedia-Dateien sind inzwischen protokollierbar.
Die Analyse der mobilen Besucher darf dabei in keinem Fall vergessen werden. Gute Systeme berücksichtigen, dass solche Geräte über andere Eigenschaften verfügen als Browser am PC und passen das Tracking entsprechend an.
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Datensicherheit
In Deutschland kommt man an dem Thema Datenschutz kaum vorbei. Beim Einsatz von Analyse Systemen ist es daher entscheidend, wie mit der IP Adresse des Besuchers umgegangen wird. IP Adressen gelten als personenbezogene Daten und dürfen nur mit Einwilligung gespeichert werden. Mithilfe der IP Adresse lassen sich wichtige geografische Daten erfassen. Es sollte jedoch sichergestellt sein, dass die Daten nach Gebrauch sofort gelöscht werden. Dies sollte das System ihrer Wahl garantieren können. Einige Anbieter bieten hierzu bestimmte Gütesiegel an.
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Segmentierung
Marktforschung ohne Segmentierung wäre kaum vorstellbar. Auch Ihr Web-Analyse-Tool sollte mindestens über grundlegende Definitionsmöglichkeiten verfügen, damit Sie Ihre Websitebesucher sinnvoll gruppieren können. Welche Detailtiefe Sie in der Segmentierung benötigen sollte aber unbedingt vorher besprochen werden.
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Pfad Analysen oder Heatmaps
Diese beiden Methoden dienen der Visualisierung des Besucherverhaltens auf Ihrer Webseite. Pfadanalysen sind jedoch sehr fehleranfällig, verlässlicher lassen sich die sogenannten Heatmaps einsetzen. Es werden Nutzerinteraktionen auf der Live-Website mithilfe eines Overlays gezeigt, die wichtige Hinweise zur Frequentierung der Bereiche liefern können.
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Tests & Befragungen
Wichtige Hinweise für die Optimierung des eigenen Angebots liefern oftmals A/B Tests und Online-Befragungen. Google hat hier mit seinem Website Optimizer einen wichtigen Beitrag geleistet. Optimal ist die Nutzung von beiden Methoden; hier kann die Befragung mit qualitativen Ergebnissen die gewonnenen, quantitativen Traffic-Daten unterstützen.
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Kampagnen
Zur Erfolgsmessung von Online-Kampagnen werden Werbemittel mit Parametern versehen, die vom Web-Analytics-System erkannt und ausgewertet werden können. Die so gewonnenen Klick- und Konversionsraten können hilfreiche Mittel zur Kampagnenoptimierung bieten.
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Kostenlose oder kostenpflichtige Lösungen
Der Entscheidung über den Einsatz der Web-Analytics-Lösung sollte zunächst ein Anforderungskatalog zugrunde gelegt werden. Es wird sich so schnell zeigen, ob es eine kostenfreie Lösung gibt, die Ihren Anforderungen gerecht wird.
Google Analytics, Yahoo Analytics und Piwik als kostenlose Lösungen sind zum Bsp. in Deutschland sehr weit verbreitet und bieten bereits umfangreiche Funktionen. In vielen Fällen sind aber Spezialfunktionen einer kostenpflichtigen Lösung notwendig. Diese Lösungen werden fast immer nach Traffic-Volumen berechnet, denen sogenannte Server-Calls zugrunde liegen. Diese können weit höher sein als die normalen Page Impressions da jede Aktion, auch Downloads und Streams mitgezählt werden.
Eine wertvolle Entscheidungshilfe kann Ihnen ebenfalls der IdealObserver geben. Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Web-Analytics und Informationen zu den verschiedenen Tools.
Sollten Sie weitere Hilfe im Dschungel der Web-Analytics-Systeme benötigen, sprechen Sie uns gerne an.

Maik Bohne


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