Wie Jeff Bezos Amazon zur Nr. 1 machte
Mittwoch, 12.08.2009Amazon.com ist eine waschechte Garagengründung. Im Jahr 1994 verpackt Jeff Bezos seine Wohnung und sagt den verdutzten Mitarbeitern der Umzugsfirma, er würde sich melden, wenn er wüsste, wo es ihn hin verschlagen wird. Er landet schließlich in Seattle, mietet ein Haus und gründet heute die weltweit größte Buchhandlung in seiner Garage. Im folgenden Jahr verkauft Amazon.com das erste Buch.
Jeff wurde geboren am 12.01.1964 in Albuquerque, New Mexico. Er ging schloß die Princeton University 1986 mit summa cum laude ab.In den frühen 1990er Jahren betrachtet er intensiv die Entwicklung des Web und macht schließlich er eine Liste von 20 Produkten, von denen erdachte, sie ließen sich gut über das Web verkaufen: Musik, Zeitschriften, Computer-Hardware, Software und eben Bücher. Denn keine einzige Buchhandlung war groß genug, um alle Titel in gedruckter Form vorzuhalten, weil es noch keine großen Player auf diesem Markt gab. Nach einer Roadshow quer durch’s Land sammelte der bereits früher im Investmentbanking tätige Bezos mehrere Millionen Dollar ein und begann mit dem Schreiben des Programm-Codes.
Der Rest ist Geschichte.
Aber Amazon.com hat mehr als nur bewiesen, dass E-Commerce auch tatsächlich wirtschaftlich erfolgreich sein kann: Es hat gezeigt, dass Online-Shopping Spaß machen muss. Durch das Hinzufügen von Buchbesprechungen, Bestseller-Listen und intelligenten Kontextangeboten wird eine ähnlich unterhaltsame, entspannte Atmosphäre erzeugt wie in einer Buchhandlung. Auf diese Weise gewann das Unternehmen das Vertrauen und die Loyalität von seiner rapide wachsenden Zahl von (treuen) Kunden.
Ein weiterer Erfolgsfaktor liegt in der ständigen Weiterentwicklung des Einkaufserlebnisses und der angebotenen Produkte. So lassen sich mittlerweile längst nicht mehr nur Bücher bei Amazon bestellen, auch Expansionen in ganz andere Zweige hat es gegeben. Bei meettheboss.com haben wir eine sehr schöne grafische Zusammenstellung aller Akquisitionen von Jeff Bezos für Sie gefunden – inklusive dem aktuellen Monster-Zukauf des Online-Händlers Zappos für runde 920 Millionen US-Dollar. Natürlich gibt es mittlerweile auch ein eigenes digitales Lesebuch, den erfolgreichen Kindle.
Sehen Sie das sehr unterhaltsame Video mit Jeff Bezos über die Gründerjahre, seine legendäre Order-Bell und der Zappos Akquisition:
Besonders gelungen ist das Eingeständnis seines größten (Programmier-) Fehlers: negative Stückzahlen im Warenkorb, die im automatisierten Amazon-System zu Kreditkarten-Gutschriften auf die Kundenkonten geführt haben.
Nur auf die Bücherlieferung dieser Kunden wartet Bezos heute noch…
