Twitter entdeckt sein Geschäftsmodell
Montag, 26.10.2009Aktuelle Nachrichten und das möglichst in Echtzeit – ein (Alp-)Traum für viele Nutzergruppen. Microsofts Bing und Google wollen ihn wahr werden lassen und künftig ihre Nutzer mit Nachrichten versorgen, welche brandaktuell aus Twitter-Feeds generiert werden. Schon in vergangener Zeit zeichnete sich ab, dass Twitter nicht nur persönliches und geschäftliches Zwitschern zu bieten hat, sondern in Krisenfällen auch als Nachrichtenquelle von höchster Aktualität funktioniert.
Es bleibt die Frage ob und inwiefern die Internetgemeinde von diesem neuen Angebot profitiert und ob neben der schnellen und großen Informationsflut nicht auch die Gefahr von Falschmeldungen steigt. Eine Sortierung und Validitätsprüfung ist seitens der Anbieter Google und Bing nämlich nicht vorgesehen. Man befürchtet sogar bei den Internet-Nutzern, durch ungeprüfte und ungefilterte Nachrichten von über 50 Millionen Twitter-Usern weltweit, unbegründete Alarmbereitschaft zu wecken.
Sicher ist, dass diese Kooperation nicht nur dem Ansehen des Zwitscher-Königs gut tut. Seit Gründung der Kurznachrichten-Community sucht man nach einem funktionieren Geschäftsmodell und auch wenn die Zahlen verschwiegen werden, kann man davon ausgehen, dass die Datenweitergabe nicht kostenlos und aus Freundschaftsgründen erfolgen wird.
Eine ähnliche Partnerschaft gibt es auch zwischen Facebook und Bing zu vermelden. Auf einer Internet-Konferrenz gab Microsoft bekannt, die Suchmaschine Bing werde in Zukunft auch die Seiten des Social Network-Riesen nach Neuigkeiten durchforsten und diese veröffentlichen.
(Quellen: spiegel.de, welt.de)
PS: Folgen Sie eigentlich schon unserem creazwo – Gezwitscher auf Twitter?

Daniel Giffhorn


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