Michael Jackson und die Mundpropaganda 2.0
Freitag, 10.07.2009Der verstorbene Ausnahmekünstler hat die Infrastruktur vieler Web 2.0 Anbieter im Netz in den letzten Tagen an die Belastungsgrenzen gebracht.
So konnten die Facebook-Server nur mit Mühe den Videostream zur Übertragung der Trauerfeier aufrecht erhalten, auch deutsche Web 2.0 – Angebote wie Sevenload ächzten unter Last der Zugriffe. Googles Webwächter vermuteten aufgrund der enormen Nachfrage zu diesem Ereignis sogar einen Angriff von Botnetzen und schalteten kurzerhand Sicherheitsabfragen vor die Suchergebnisse.
Der populäre Kurzmitteilungsdienst Twitter verzeichnete eine rapide ansteigende Zwitscherwelle kurz nachdem Schauspieler Ashton Kutcher dort eine Nachricht über einen vermuteten Herzinfarkt Jacksons absetzte und damit seine aktuell rund 2.600.000 (!) Follower in Wallungen brachte.
Einen vergleichbaren Ansturm gab es nur bei der Wahl Obamas zum neuen US-Präsidenten, der bereits mit großem Erfolg zentrale Elemente seiner Kampagne über Social Media Dienste laufen ließ.
Keine Frage: Web 2.0 ist Mundpropaganda 2.0. In der schnellen, unkontrollierten und exponentiellen Verbreitung der Meinung des Einzelnen liegen große Chancen und Risiken.
Interessieren Sie sich für die Nutzung dieser Mechanismen für Ihr Unternehmen? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.
Für alle Michael Jackson Fans unter unseren Blog-Lesern haben wir hier eine besonders gelungene Kondolenzseite in Web 2.0 – Reinkultur gefunden.

Angelika Dirsch


Social Media
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