Chancen des kooperativen Marketings im Web 2.0
Montag, 31.01.2011Es wird immer schwieriger Kunden zu erreichen und zu binden, ohne sich ausgereifter CRM Programme zu bedienen. Laut dem Europe´s Digital Competitiveness Report der EU nutzen 32 % der deutschen Unternehmen die Vorteile des CRM zur Verbesserung der Kundenansprache und Vertiefung der Kundenbeziehungen.
Wer sich als Unternehmen bereits gezielt mit CRM auseinandergesetzt hat kommt an einer Einsicht kaum vorbei:
(Zufriedene) Kunden können in der Regel mehr für ein Unternehmen tun als „nur zu kaufen“.
Wer zuhören kann, erkennt schnell den Kollegen, potentiellen Mitarbeiter und Fürsprecher in seinen Kunden.
Diese Einsicht ist das Kernstück des so genannten kooperativen Marketings, in dem es darum geht Wettbewerbsvorteile durch die Zusammenarbeit mit dem Kunden zu erzielen.
Dabei ergibt sich ganz beiläufig noch ein weiterer Vorteil.: Wer sich auf eine Zusammenarbeit mit seinen Kunden einlässt, der profitiert ganz automatisch von der so entstehenden Kundennähe und besseren Kundenbindung und erleichtert die eigene Neukundengewinnung.
Keiner kennt die Bedürfnisse des Anwenders von Produkten so gut wie der Kunde selbst. Wer sich in seine Kunden hineinzuversetzten vermag kann gegenüber seinen Mitbewerbern einen wichtigen Vorsprung erreichen. Leider werden diese Chancen in der Praxis oft vernachlässigt wenn es um Serviceoptimierung und Produktverbesserung geht. Dabei liegt die Einbindung der Kunden gerade in Bezug auf die (fast) unbegrenzten Möglichkeiten des Internets so nahe.
Kunden nutzen das Internet nicht mehr nur zur Informationssuche sondern vielmehr um auch selbst über ihre Bedürfnisse und Interessen zu sprechen.
Die meisten internetaktiven Kunden freuen sich, wenn Ihnen die Unternehmen Gehör schenken und sie in Prozesse einbeziehen. Jedes Unternehmen steht heutzutage vor der großen und wichtigen Aufgabe wie es seine Kunden ansprechen und eine interaktive Beziehung ermöglichen kann.
Internet und Social Media bieten dabei hervorragende Möglichkeiten. Dies impliziert jedoch, dass ein Unternehmen bereit sein sollte eine konstruktive Auseinandersetzung zu suchen.
Eine so gewonnene gute und stabile Kundenbeziehung wirkt auch durch das word-of mouth positiv auf das Unternehmen. Kunden teilen oft Ihre Überzeugungen mit anderen Marktteilnehmern zu teilen. Solche Kundenüberzeugungen sind durch Ihre Glaubwürdigkeit unbezahlbar für multiplikative, positive Imageeffekte.
Natürlich hat jede Medaille eine Kehrseite. Gehen Unternehmen nicht genügend auf Ihre Kunden ein oder reagieren nicht auf Missstimmungen, so kann die sonst so erwünschte Viralität auch negative Stimmungen multiplizieren.
Das Web 2.0 zeigt Unternehmen neue Interaktions- und Kollaborationsmöglichkeiten auf. Die meisten Unternehmen setzten dabei auf Communitys und soziale Netzwerke. Aber auch Kanäle wie Blogs, Wikis, Bewertungsportale u.a. vereinfachen den erwünschten Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Kunden. Dem kooperativen Marketing kommt aber auch die Entwicklung zugute, dass sich die Nutzer des Web 2.0 immer mehr den Kollaborationsmöglichkeiten öffnen und die Chance nutzen sich aktiv einzubringen.
Jedoch ist das kooperative Marketing in Verbindung mit den Möglichkeiten durch Social Media kein Selbstläufer. Es erfordert viel Engagement und Geduld den Kunden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit aufzuzeigen und die Vorteile für Ihn näher zu bringen. Besonders das Ausfindigmachen von geeigneten Meinungsführern ist eine große Herausforderung. Doch die Mühe lohnt sich. Ein sehenswertes Beispiel dafür ist unter anderem die Plattform www.tchibo-ideas.de auf denen Kunden Lösungen für Alltagsprobleme einstellen.
Durch das kooperative Marketing werden langfristige Kundenbeziehungen angestrebt, bei denen eine Kommunikation auf Augenhöhe im Vordergrund steht. Dies erfordert einen hohen Aufwand, bei dem eine gründliche, konzeptionelle Vorarbeit unabkömmlich ist.
Wie die Möglichkeiten des Kooperativen Marketings im Einzelnen aussehen können, ist fallweise völlig unterschiedlich. creazwo als Onlineagentur mit Schwerpunkte im Bereich Social Media unterstützt Sie gerne im Bereich der konzeptionellen Vorarbeit. Sprechen Sie uns an!

Angelika Dirsch


Social Media
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