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Die 7 Sünden des Mobile Marketings

Montag, 29.03.2010

Die Zahl der User, die täglich über Ihr Mobiltelefon im Internet unterwegs sind, nimmt stetig zu. So haben laut einer Studie des BVDW aus dem letzten Jahr bereits 35% aller Befragten mobile Webangebote genutzt – für die nächsten Jahre wird von Fachleuten sogar eine Verdrängung des klassischen Desktop-Zugangs zugunsten von Smartphones & Co. prognostiziert. Für Unternehmen und Marken ist es somit nicht nur wichtig, präsent zu sein, sondern die mobilen Möglichkeiten auch richtig zu nutzen.


In einem interessanten Blogeintrag hat Oliver Newton von i-Level die 7 großen Sünden des Mobile Marketings zusammengestellt:


  1. Neid – Copycat Techniken
    Mobile Applikationen (Apps) sollten auf ihren Nutzen für den User und die passende Einordnung in die Unternehmensstrategie hin entwickelt und angeboten werden. Ein gut durchdachte App bietet dem User eine Interaktion und nicht nur den Download und die einmalige Nutzung. Vielmehr soll der User sich immer wieder mit der App beschäftigen. Damit gewinnt die App an Wertigkeit. Ein gutes Beispiel bildet die „Gigfinder“ App von Becks in Zusammenarbeit mit „Last.fm“. Dort kann der User durch GPS Ortung und Augmented Reality alle anstehenden Gigs und Events in seiner Nähe angezeigt bekommen.

  2. Völlerei – der Marotte folgen
    Die Möglichkeit sehr schnell eine App zur Verfügung zu stellen und auszuprobieren stellt eine verführerische Möglichkeit für Unternehmen dar. Hierbei gilt aber, dass auch die Mobilplattform nur gut durchdachte Apps bereitstellen sollte und keine Probierplattform ist. Die User merken schnell wenn hinter dem App kein wirklicher Nutzen steht, wie z.B. Beispiel die „Zara“ iPhone App, die dem User keinen wirklichen Mehrwert, zum Beispiel in Form von Produktinformationen, bietet.

  3. Gier – versteckte Kosten
    Überlegen Sie sich, ob Sie Apps kostenpflichtig anbieten möchten, oder nicht. Sie können sich den Download oder die Updates natürlich bezahlen lassen. In diesem Fall müssen Sie aber dafür einen Mehrwert bieten, der in einer kostenlosen Version nicht inbegriffen ist. Transparenz ist hier der Schlüssel zum Erfolg, denn es ist wichtig, den potentiellen Usern klar die Gebühren aufzuzeigen, die anfallen können, auch wenn dies erst zu einem späteren Zeitpunkt vorkommen kann.

  4. Lust – hübsch, aber nutzlos
    Jemand, der sich über sein Mobiltelefon auf Ihre Webseite begibt, hat andere Bedürfnisse als ein Desktop-PC User. Die Mobilseite muss andere Ansprüche erfüllen, als die Desktopversion. Der Mobiluser möchte schnell und unkompliziert an Informationen gelangen. Überlegen Sie sich daher gut, wie Sie die wichtigsten Informationen möglichst kompakt für den kleinen Mobilbildschirm aufbereiten. Flash- und Videoinhalte werden zum Beispiel auf vielen Mobiltelefonen erst gar nicht angezeigt.

  5. Stolz – Mache es wie ich
    Wenn Sie eine Mobilseite oder ein App planen, nehmen Sie sich Zeit für die Planung. Gerade für die Konzeptions- und Planungsphase sollten ausreichend Ressourcen eingeplant werden. Um eine erfolgreiche – also für den Anwender nutzenstiftende – Anwendung zu konzipieren, sollten alle Unwägbarkeiten durchgespielt worden sein. Ein Beispiel liefert hier „The Guardian“, der nicht die erste Zeitung mit einem App war, sondern erst einmal abgewartet und den Markt sondiert hat. Aus den Ergebnissen wurde dann die erfolgreiche App geschaffen, die schon über 70000 Mal heruntergeladen wurde.

  6. Faulheit – Niemand mag den faulen Freund
    Es ist heute normal für Unternehmen, Mobilnummern von seinen Kunden abzufragen, wenn diese sich registieren. Hier ist es wichtig, mit den Kunden über diese Nummer in Kontakt zu treten, nachdem sie sich für Ihren Service angemeldet haben. Vertun Sie nicht die Möglichkeit, den Kunden über diesen Kanal zu aktivieren, denn das Mobiltelefon ist ein weitaus persönlicherer Weg dafür als andere Medien.

  7. Zorn – Ihre Kunden zu verärgern ist keine gute Idee
    Respektieren Sie die mediale Umgebung, in der Sie sich bewegen. Der SMS Posteingang beispielsweise ist ein sehr persönlicher Bereich des Users. Die Akzeptanz über E-Mail oder Social Media informiert zu werden steigt – die direkte Benachrichtigung über SMS dagegen wird i.d.R. weit weniger akzeptiert. Viele User checken ihren SMS Posteingang sehr regelmäßig, denn sie erwarten persönliche Nachrichten. Kommerzielle SMS-Nachrichten sollten immer relevanten und wenig erklärungsbedürftigen Inhalt haben, damit sie ihren Empfänger nicht verärgern.


Für Unternehmen stellt sich also nicht die Frage des “Ob” als vielmehr die des “Wie”. Gerne gestalten wir mit Ihnen Ihre mobile Strategie. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!