Dmexco: StudiVZ wird bis Ende 2009 Open Social
Montag, 28.09.2009OpenSocial definiert Schnittstellen für soziale Netzwerke, sodass deren Benutzer ihre Profilseiten mit fertigen oder selbst entwickelten Anwendungen anreichern können – eine Fähigkeit, die dem VZ-Netzwerk (SchülerVZ, StudiVZ, meinVZ) bisher fehlte. Diese einheitliche Schnittstelle (API) sorgt dafür, dass die Anwendungen auf allen Plattformen laufen. Mit Ausnahme von Google-Konkurrent Facebook (Google ist der Initiator von Open Social) haben sich inzwischen die meisten für deutsche Anwender wichtigen Netzwerke wie MySpace, LinkedIn, Yahoo oder Xing der Initiative angeschlossen oder arbeiten an einer Integration in die eigenen Systeme.
Wie wir im Rahmen der Dmexco auf dem Stand der VZ-Gruppe erfahren haben, steht der Einstieg – zumindest von StudiVZ – in die Initiative Open Social in den nächsten 2-3 Monaten, spätestens aber bis Ende des Jahres, bevor. Dies ist für die weitere Entwicklung der VZs schon deswegen erfolgskritisch, weil ein guter Teil der Popularität der Social Networks wie Youtube oder Facebook diesen offenen Schnittstellen zugeschrieben wird. Gerade mit dem Anspruch der zentralen Kommunikationsplattform ist eine Öffnung der eigenen Anwendungen obligatorisch.
Social Networks verändern gerade die gesamte Web-Kommunikation. Was früher die E-Mail war, sind heute die Plattform-Nachrichten und was früher der Messenger war, wird langsam vom Plauderkasten bzw. von den Statusmeldungen abgelöst.
Markus Berger-de León, Vorstand der VZ-Netzwerke (StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ)
via meedia.de
Der Wettbewerb der Social Networks um die richtigen Kommunikations-Rezepte ist auch im Rahmen des Kongress-Programms auf der Dmexco thematisiert worden.
Das Bild zeigt eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema am 2. Messetag.

Matthias Ellerbrock


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