Pinterest – Die gute, alte Pinnwand…
Montag, 05.03.2012Kaum einer kann sich in diesen Tagen vor den Meldungen rund um das neue soziale Netzwunder „Pinterest“ retten.
Von allen Seiten mehren sich Stimmen die zum Mitmachen aufrufen. Nicht jeder dieser Early-Adopter zeichnet sich aber durch eine Expertise in der Branche aus. Selbst Google+ hat sich in der Hotellerie und Gastronomie noch nicht in der Breite durchgesetzt und Facebook führt nach wie vor das Feld an.
Was macht denn eigentlich Pinterest so interessant, dass alle Welt danach schreit?
User können Inhalte aus dem gesamten Web einfach per Klick auf eine virtuelle Pinnwand stellen oder bereits „gepinnte“ Beiträge nochmals teilen. Gepinnte Inhalte können ebenfalls nach Themen in sogenannten Boards zusammengestellt werden.
Die gute, alte Pinnwand, und das ist Pinterest ja wohl, ist allen Usern seit Urzeiten als unkompliziertes, nützliches Utensil bekannt. Keinerlei technische Kenntnis ist gefragt wenn sie benutzt werden soll. Das ist sicher einer der Gründe, warum die Einstiegshürde so klein ist.
Dann wird natürlich der Sammler- und Entdeckerdrang der User genutzt. Ohne eigene Beiträge leisten zu müssen können „Fundstücke“ als eigene Erfolge auf der Pinnwand präsentiert werden.
Laut einer Untersuchung der RJMetrics sind 80% der Beiträge sogenannte Re-Pins, was natürlich die große Viralität erklärt. Emotionen können so einfach geteilt werden, man kann endlich mal wieder „Erster sein“, sich als Entdecker feiern und etwas beitragen in der Netzgemeinde. Und das alles mit Minimalaufwand. Zudem ist Pinterest nicht ganz so persönlich wie die eigene Fanpage oder der Google+Account. Auch wer nur selten etwas „pinnt“ fällt nicht negativ auf – selbiges Verhalten wäre auf anderen Netzwerken eher der Schuss ins Aus.
Sie sehen also, da haben sich die Macher des neuen Netzwerkes wirklich Gedanken gemacht, wie bereits etablierten Mechanismen anderer Netzwerke verbessert oder zusammengebracht werden können.
Es werden sogar bereits die ersten Seminare zum Thema angeboten. Wir denken jedoch, dass sich bislang eine professionelle Schulung zu diesem Thema für die Mehrheit noch gar nicht lohnt. Es sei denn Budget, Zeit und Ressourcen stehen unbegrenzt zur Verfügung. Dann darf auch gerne der Liebhaberei nachgegangen werden und das ein oder andere “Board” mit Zimmerbildern oder Hotelansichten eingestellt werden. Es schadet nicht. Wer die Augen aufhält und wohlbedacht mit einer guten Umsetzungs- und Nutzungsidee daherkommt wird wohl eher punkten können. Aber damit hat es noch etwas Zeit – warten wir doch mal die Beta-Phase ab.
Wer schon jetzt gerne die ersten Erfahrungen mit Pinterest sammeln möchte ist gut damit beraten zunächst einmal den Pin-Button von Pinterest auf seiner Webseite zu integrieren und zu schauen ob er auch genutzt wird.
Wir halten Sie gerne weiter auf dem Laufenden!

Wilhelm Okesson


Social Media
Entwicklung, Umsetzung und Betreuung von effektiven Social Media Engagements auf Facebook, Twitter & Co. MEHR ERFAHREN