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Tipps zum Umgang mit SPAM auf Facebook

Montag, 17.05.2010

Eine aktuelle Problematik, die bei Facebook Fanpages in zunehmenden Maße auftritt und in Zukunft wohl noch zu einem massiven Problem werden wird, sind SPAM-Einträge auf der  Pinnwand – wobei SPAM in diesem Zusammenhang sehr weit gefasst zu verstehen ist.  Die „Statusmeldungen“ können ganz unterschiedlich sein, z.B. Werbung für Events,  von lokalen Dienstleistern oder sogar Werbung der Wettbewerber. In besonderen Fällen wird auch schon mal die eigene “Fanbase” zur Plattform durchdachter Gegen-Kampagnen wie es zuletzt Nestle schmerzhaft erleben musste.


Das perfide an diesen unerwünschten Einträgen ist, dass sie direkt ins Herz der Kommunikation mit den eigenen (potentiellen) Kunden gepflanzt werden und ähnlich schlecht zu verhindern sind wie der klassische E-Mail SPAM.


Doch wie geht man richtig mit dieser Art von SPAM um? Löschen? Kommentieren? Melden?


Wir haben Andreas Steinbeißer, Leiter Marketing & Kommunikation der erfolgreichen Gastronomiekette Sausalitos, um ein Statement zu dieser Problematik gebeten. Er ist proaktiver Social Media Nutzer und setzt die neuen Möglichkeiten des Web 2.0 für Sausalitos u.a. auf Facebook und Twitter intensiv ein.


“In Zukunft wird die Anzahl an Spam und unerwünschten Werbebotschaften auf Sozialen Netzwerken steigen, da viele die Gunst der anscheinend einfachen Informationsübermittlung an eine selektierte Zielgruppe auf diesen Plattformen sehen. Dies wird aber meiner Meinung nach nur ein kurzfristiger Trend sein, da die Selbstzensur und Selbstbestimmung der Digitalen Generation sehr stark geprägt sein wird bzw. ist.


Der Erfolg einer authentischen und effektiven Kommunikation liegt darin, die Menschen miteinzubinden und gemeinsam zu kommunizieren. Nur wer Werte schafft, auf Augenhöhe kommuniziert und viel Zeit investiert wird langfristig Freude daran haben.”


Andreas Steinbeißer, Leiter Marketing & Kommunikation Sausalitos


Im Prinzip gibt es 3 Lösungsansätze, die zur Auswahl stehen:


  • Wenn es um berechtigte Kritik am eigenen Produkt oder der eigenen Dienstleistung geht: Durchatmen, sammeln und konstruktiv in den offenen Dialog einsteigen – Einträge nur (und nur dann) löschen, wenn gedroht wird oder es grob Unsachlich wird!


  • Die Verfasser der Einträge gezielt anschreiben und Möglichkeiten eines Backlinks oder ähnlichen “Rückkanals” abfragen. Dies macht natürlich nur dann Sinn, wenn es keine unmittelbaren Wettbewerber sind und die andere Fanpage oder Gruppe schon eine entsprechende Fanbase hat. Die Resonanz dürfte aber eher verhalten ausfallen …


  • Offensichtliches SPAMming der Pinnwand entspricht nicht den Nutzungsregeln von Facebook, was Ihre Fans sicherlich auch so sehen – schließlich würde man im Gästebuch der eigenen Internetpräsenz auch kein SPAM zulassen. Wir empfehlen daher den „Melden“ Button unter dem unerwünschten Eintrag zu nutzen. Dieser ermöglicht – neben der Meldung an Facebook – auch gleichzeitig die dauerhafte Sperrung des „Verfassers (Fan)“ und erspart die mühsame Suche in den Fanlisten zum manuellen Entfernen.


Melden Button bei Facebook

Melden Button bei einem Fanpost


Den dritten Ansatz verfolgt auch Steinbeißer: “Offensichtliches Spaming auf unserer Fanseite wird bei uns mittlerweile rigoros entfernt. Zu groß ist die Gefahr, dass das wesentliche einer “Fanpage”, nämliche der Austausch rund um die Marke und Kunden, missbraucht wird und die Qualität der Seite massiv darunter leidet.”


Gerade mit Blick auf die SPAM-Problematik bei E-Mails, die diesem Kommunikationskanal in den letzten Jahren massiv geschadet hat und diesen zunehmend auf das kommunikative “Abstellgleis” befördert, ist es sehr wichtig, die neuen Mitteilungsmöglichkeiten durch Facebook, StudiVZ & Co. möglichst SPAM-frei zu halten und damit die Akzeptanz und Viralität der Kommunikation mit den (potentiellen) Kunden zu erhalten.